• Es gibt viele Pilger- und Wanderwege in der Nähe, die zu den bekannten Pilgerzielen führen.
    Am Samstag, den 5. Juli 2025 starten wir unsere nächste Tagestour, die uns vom Dom in Wetzlar nach Braunfels auf den Marktplatz führt.

    Gelaufen wird diesmal auf dem Lahn-Camino und dem Lahn-Wanderweg.
    Die Lahn werden wir auf dieser Etappe nur aus der Ferne sehen, dafür laufen wir sehr abwechslungsreich über schmale Wald-, Wiesen- und Feldwege.

    Achtung, direkt nach der schönen Altstadt von Wetzlar geht es ordentlich bergauf, auf einem schmalen und unebenem Waldpfad. Hier wird eine gewisse Trittsicherheit gebraucht!
    Unterwegs gibt es ausreichend Plätze und Bänke für eine Rast, wie die kleine verlässlich offene Kirche in Laufdorf. Hier legen wir eine größere Rast ein um neue Energie für den zweiten Teil der Strecke nach Braunfels zu haben.

    Die letzte Kurve bergauf, führt uns durch den Schlosspark von Braunfels direkt auf den Marktplatz, unser Tagesziel.
    Hier wollen wir gemeinsam einkehren ehe es mit dem Bus zurück nach Wetzlar geht.

    Die Strecke ist etwa 16,5 km lang und wir haben wieder ein Begleitfahrzeug dabei.

    Treffpunkt 8:00 Uhr – Gemeindesaal in Wölfersheim, Wingertstraße 16

    Für die Unkosten sammeln wir einen Teilnehmerbeitrag von 10,- Euro ein.

    Anmeldungen sind ab sofort möglich unter:
    frank.mel@gmx.de oder
    06036 / 98 19 19 – ruhig auf den Anrufbeantworter sprechen 😉

    Für die bessere Planung bitten wir um Anmeldungen bis zum 24. Juni 2025

    Viele Grüße und wir freuen uns auf die gemeinsame Pilgertour in diesem Jahr.

    Pilgerteam Melanie Frank und Christine Leschhorn
    Ev.-ref. Kirchengemeinde Wölfersheim

  • Ganz ungewöhnlich ging es heute nicht direkt am Anfang des Tages bergauf. Der Weg fing ganz sanft mit einer Kurve um Alfriston herum an und führte uns bis auf ein paar Treppen (des Todes) auf ebener Erde voran.
    Die Treppen kamen tatsächlich sehr unerwartet um die Ecke, steil und weit weg von irgendwelchen DIN Normen. Jede Stufe war unterschiedlich hoch und die Abstände varierten so dermaßen, dass ein normaler Rhythmus beim Hochlaufen unmöglich war. Danach ging es noch recht entspannt auf einem Level weiter bis zum Visitor Center der Seven Sisters. Ab hier haben wir alles an Höhenmetern wieder aufgeholt was ging! 🙈
    Egal mit wem wir uns unterhalten hatten, hatte bei Seven Sisters uns viel Glück gewünscht, weil durch die Auf und Abstiege schon sehr herausfordernd, besonders mit unserem Gepäck. Keiner! Absolut keiner hat mehr von den gefühlten 25 Brüder gesprochen, die bis Beachy Head folgten 😵😵‍💫😫
    Steffi musste zwischendurch einen Schrei loslassen und ich hab auch ordentlich vor mich hin gebrummelt. Das haben wir beide nicht erwartet.
    Bis Birling Gap nach den Seven Sisters war es zwar anstrengend aber noch gut machbar. Der Aufstieg bis zum Leuchtturm war auch noch ok. Danach machte sich Verzweiflung breit, weil die Hügelkuppen an der Steilküste entlang kein Ende mehr nahmen.
    Im Nachhinein betrachtet war es trotzdem einfach toll, auch wenn es paradox klingt nach dem Geschimpfe 😇
    Die Aussichten, das super Wetter, mit dem wir soviel Glück haben, und eine wunderschöne Strecke auf die wir uns zum Finale richtig gefreut haben.
    Ja, auf den konstanten Gegenwind heute hätte ich gerne verzichtet.
    Der Gegenwind ist der ungewöhnlichen Wetterlage aktuell geschuldet, normalerweise gibt es hier in Richtung Eastbourne Rückenwind.
    Nach Beachy Head kam endlich Eastbourne in Sicht und wir bekamen bergab neuen Schwung.
    Am Fußende angekommen, freuten wir uns das offizielle Schild vom South Downs Way zu sehen.
    Yes! Geschafft, 100 Meilen durch den South Downs National Park.
    Wir sind am Strand angekommen und hier ist Schluss. Um zu unserem Hotel zu kommen, schlenderten wir entlang der Strandpromenade und schauten uns um.
    Da wir noch nicht genug gelaufen sind, suchten wir uns nach dem Einchecken ein nettes Restaurant für Fish & Chips zum Abschluss 😋
    Da es schon spät und alle Läden geschlossen sind, besuchen wir noch den berühmten Pier und schauen dem Sonnenuntergang zu.
    Morgen geht es nur noch zurück nach London, damit ich meinen Zug nach Hause nehmen kann.
    Die Zeit ist wie immer geflogen und so anstrengend und herausfordernd der Weg ist, so entspannt und entschleunigend ist die Wanderung für mich gewesen 😊
    Für alle, die neugierig sind, ich hatte ganze anderthalb Blasen an den Füßen 😅

  • Was haben wir für ein Glück mit dem Wetter, bis auf eine Handvoll Regentropfen und dunklen Wolken um uns herum hab ich den ganzen Regenschutz TOI TOI TOI nicht gebraucht. Die Regenjacke kam bei mir eigentlich nur als Windschutz zum Einsatz, ich hoffe das bleibt auch für die letzte Etappe noch so. 😁
    Die Nacht im Zelt war ok, Steffi und ich haben jetzt das richtige Set Up für die frischen Temperaturen nachts gefunden 😄. Voraussichtlich war das jetzt die letzte Nacht im Zelt 🙈
    An unserem heutigen Tagesziel in Alfriston haben wir ein Zimmer in einem urigen alten Pub gebucht.
    Bis dahin sind es aber auch etwas 24/25km dafür läuft es heute richtig gut. Ruckzuck hatten wir die Hälfte der Kilometer von unserer Tagesetappe runter gelaufen, trotz der Höhenmeter 😇
    Die Sonne wechselt sich mit Schäfchenwolken am Himmel ab und wir können wieder die frisch geschlüpften Lämmer auf den Wiesen beobachten.
    Ja, es reizt total eins davon zum Kuscheln zu schnappen 😅 So neugierig wie die Kleinen sind, so scheu sind sie, das Kuscheln wird leider nix.
    In Southease angekommen, yes die Hälfte der Tagesetappe ist geschafft, schauten wir uns zuerst die kleine Kirche an. Um auf die andere Seite vom Fluss zu kommen, führt uns der Weg über eine fragwürdige Brücke. Es standen schon diverse Warnschilder an der Seite „Caution weak Bridge“
    Achtung schwache Brücke 😅
    Die zwei Tonnen Grenze erreichen wir trotz voller Rucksäcke zum Glück nicht. Eingeklemmt zwischen dem Bahnhof bzw. der Bahnstrecke und der nächsten Autobahn liegt die Jugendherberge South Downs. Hier machen wir eine ausgedehnte Mittagspause auf etwa der Halbzeit unserer Tagesetappe.
    Danach folgen noch diverse “Höhepunkte“, die wir mehr oder weniger schnell erklimmen 😅
    Die letzte Kurve um Alfriston herum war doof, es fühlte sich an wie am Ziel vorbei zu laufen. Dafür führte uns die Straße genau zum George Inn. Ein uriges altes Pub, das innen genauso krumm und schief ist, wie es von außen aussieht 😅
    Nach dem Check In haben wir den Weg zu unserem Zimmer gezeigt bekommen. Gott, ist das schick und alles so krumm und schief 🙈 Jeder Schritt knarzt und quietscht und der Boden fällt in jede erdenkliche Richtung ab. Das fühlt sich im ganzen Haus an wie betrunken auf einem Schiff zu laufen 😇😅
    Wir machten uns in aller Ruhe frisch und erkundeten noch das kleine Örtchen mit seiner großen Kirche St. Andrews.
    Nach dem Rundgang gab es noch Abendessen und dann war es schon wieder Zeit müde und satt ins Bett zu fallen. Das übrigens auch abschüssig stand  😅
    Das sind wir vom Zelten ⛺ zum Glück schon 😉 gewohnt.

  • Phew, der heutige Tag hat Steffi und mich beide an unsere Grenzen gebracht. Wir sind deutlich früher als gestern gestartet und hatten den ganzen Tag das Gefühl auf der Stelle zu treten.
    Der Anfang war noch ganz spannend nach der Jugendherberge kamen wir direkt auf Devil’s Dyke an. Hier soll der Teufel mit dem Fuß auf die Erde gestampft sein und den Berg geteilt und die Landschaft in Wellen gelegt haben. Je nach Perspektive schaut das wirklich so aus. Steffi und ich waren uns trotzdem einig, hübsch aber lange nicht so spannend wie der Chanctonbury Ring von gestern. Danach zog sich der weitere Weg wie Kaugummi. Das mag auch an dem kalkig, steinigen Untergrund gelegen haben, den wir meistens unter den stark strapazierten Füßen deutlich spürten.
    Wir machten diverse kleinere Pausen unter anderem auf einer Farm mit dem Wildflower Café und in der Pyecombe Kirche, die dort eine kleine Kaffeeküche gegen Spende zur Verfügung stellt. Der Abstecher zur Tankstelle zum Einkaufen war drei Mal zusätzlich den Berg rauf, Himmelhilf. Danach hieß es, Achtung fliegenden Golfbällen ausweichen 😅 Steffi und ich fragten uns was hier wohl zuerst da war, der National Trail oder der Golfkurs.
    Oben am Ditchling Beacon, dem höchsten Punkt in East Sussex spielten wir ein wenig mit meiner kleine Drohne. Hier war es mal halbwegs windgeschützt um sie fliegen zu lassen.
    Die letzten fünf Meilen des Tages nahmen kein Ende! Kurz vor der Verzweiflung kam endlich der  Abzweig nach unten ins Tal … um in der völligsten Verzweiflung zu enden als sich kurz vor der House Dean Farm ein ganz fieser Berg in einem harmlos wirkenden Wäldchen versteckte. So eine Sch*****😵‍💫
    Völlig geschafft krabbelten wir halb in die Farm hinein und wurden freudestrahlend aufgenommen.
    Nach der ersten Erholungsphase schafften wir es das Zelt aufzustellen und Abendessen zu kochen.
    Es gab den Klassiker beim Campen: Nudeln mit Tomatensoße😅

  • Heute hatten wir eine echt späten Start in den Tag,  da es erst ab 9:00 Frühstück gab. Das war sehr lecker und wir nutzten die Zeit um für unser heutiges Tagesziel einen Camping Pod auf Truleigh Hill zu buchen. Das gehört zu der dortigen Jugendherberge. Ja Hill bedeutet, dass wir am Ende des Tages nicht ab sondern aufsteigen. Dafür sollte der nächste Tag entspannt starten was die Höhenmeter angeht.
    Lustigerweise gehen wir vom White House (das Haus gegenüber vom Pub) an Washington vorbei. 😅  Nein, wir haben nicht spontan das Land gewechselt. Das Örtchen Washington hatten wir links liegen gelassen und sind dafür einmal über die Autobahn gerannt. Wortwörtlich! Die A23 ist eine Autobahn oder Schnellstraße, die auf dem Weg überquert werden muss und ja, das ist die offizielle Wegführung. Nein es gibt keine Brücke oder Unterführung. Sonst hätten wir die sehr gerne genommen, wir mussten wirklich direkt über die Fahrstreifen 🙈 Zum Glück gab es einen breiten Mittelstreifen zum Luftholen. Nachdem der Puls sich halbwegs wieder beruhigt hatte, trieben wir ihn beim nächsten Anstieg gleich wieder in die Höhe. Oben angekommen liegt hier eine spannende archäologische Fundstelle, der Chanctonbury Ring. Ein Hügelfort aus der Bronze-/ Eisenzeit und mindestens noch die Römer haben sich hier ausgetobt. Trotzdem weiß keiner so richtig was dieser Platz hier oben war. Er war zumindest wichtig genug, dass er später mit Bäumen bepflanzt wurde und es ranken sich natürlich viele Mythen und Geschichten um den Platz. Wir sind  einmal rundherum und ja es ist ultra spannend und mystisch hier.
    Später sind wir noch durch durch Botolphs durch und ein weiteres mal über eine vielbefahrene Straße gehechtet. Ich beschwere mich nicht mehr über die Kuhweiden, die Schnellstraßen sind viel gefährlicher! Mein Endgegner des Tages ist der  letzte Aufstieg des Tages rauf zum Youth Hostel auf Truleigh Hill. Zwischendrin entfuhr es mir fluchend: Wie versteckt kann diese verfl…ixte Jugendherberge noch liegen! Ja, sehr versteckt! Sie ist tatsächlich erst zu sehen, wenn man an der Einfahrt steht 😵‍💫
    Geschafft! Der Aufstieg hat voll gelohnt, wir sind mit einem süßen Hobbit Häuschen belohnt worden mit xxxl Bettdecken zum Reinkuscheln.
    Jetzt nur noch Abendessen,  die heiße Dusche genießen und dann geht’s mehr oder weniger nur noch in die Hobbit Höhle zum schlafen.
    OK ein bisschen Etappenplanung gab es auch noch 😉